Metall- und Kunststoffverarbeitung
Das Industrieunternehmen hat seine Energieversorgung über mehrere Jahre konsequent weiterentwickelt. Was mit einer Photovoltaikanlage auf einem Solarcarport begann, ist heute ein integriertes Energiesystem aus 540 kWp Photovoltaik, einem STABL-Batteriespeicher mit 405 kW Leistung und 2 MWh Kapazität sowie intelligentem Energiemanagement. Gemeinsam haben Full-Service-Partner outarky und STABL eine Lösung umgesetzt, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch optimal aufeinander abstimmt.
Formgebung gehört bei Werner Langer GmbH & Co. KG in Meschede-Berge im Sauerland zum täglichen Geschäft. Aus unterschiedlichen technischen Kunststoffen entstehen im Spritzgussverfahren präzise und hochwertige Bauteile. Seit 2021 überträgt das Unternehmen diesen Anspruch auch auf seine Energieversorgung: Schritt für Schritt werden einzelne Bausteine zu einem intelligenten Gesamtsystem. Bei einem jährlichen Strombedarf von rund zwei Millionen Kilowattstunden bietet der bisher größte Batteriespeicher in der Region nun ein erhebliches Potenzial. Knut Langer, Geschäftsführer bei Werner Langer, bringt es im Video auf den Punkt.
Der Weg begann im Jahr 2021 mit einer Photovoltaikanlage auf einem Solarcarport. In den folgenden Jahren kamen weitere Dachflächen hinzu. Zuletzt investierte Werner Langer in eine Ost-West-Anlage auf dem Bürogebäude, um die Stromerzeugung über den Tagesverlauf hinweg besser zu verteilen. Heute liefern die Anlagen zusammen 540 kWp Solarleistung. Die Solarexperten von outarky GmbH haben den Mittelständler von Anfang an beraten und alles von der ersten Idee bis zum stabilen Betrieb umgesetzt. Outarky ist Full-Service-Partner für maßgeschneiderte Photovoltaikanlagen und Stromspeicher und unterstützt Unternehmen mit Projektentwicklung, EPC-Service und Betriebsführung.
Mit dem Ausbau der Eigenstromerzeugung stiegen bei Werner Langer auch die Anforderungen an das Energiemanagement. Nicht jede erzeugte Kilowattstunde konnte unmittelbar genutzt werden. Gleichzeitig führen die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien und die Dynamik an den Strombörsen zu immer stärkeren Preisschwankungen. Genau an diesem Punkt entstand die Idee, Erzeugung, Verbrauch und Speicherung künftig stärker aufeinander abzustimmen.
Das fehlende Puzzleteil der Lösung ist nun ein Batteriespeicher, der überschüssigen Solarstrom aufnimmt und ihn dann bereitstellt, wenn er im Betrieb benötigt wird. Gleichzeitig hilft er dabei, Lastspitzen zu reduzieren und schafft zusätzliche Flexibilität beim Energiebezug und beim Trading auf dem Spotmarkt. Die Betriebsführung übernimmt die Energiemanagement-Plattform „outarky.energy“. Sie analysiert Wetterdaten, Strompreise, Lastprofile und die aktuelle PV-Erzeugung und berücksichtigt dabei mehr als 35 verschiedene Parameter. Daraus ergibt sich jederzeit die wirtschaftlich sinnvollste Lade- und Entladestrategie.
Ein wichtiger Anwendungsfall ist das sogenannte Peak Shaving. Da ein Teil der Energiekosten von der maximalen Leistungsaufnahme abhängt, gleicht der Speicher Lastspitzen gezielt aus. Bei Werner Langer liegt diese bei rund 480 kW. Durch die Glättung des Lastverlaufs in den Hochlastzeitfenstern können die Energiekosten inkl. reduzierter Netzentgelte um ca. 100.000 bis 120.000 Euro jährlich nachhaltig verringert werden.
Im Speicher kommen neue Hochleistungs-Konnektoren zum Einsatz, die Effizienz, Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit im industriellen Dauerbetrieb verbessern. Gleichzeitig wurde das System für anspruchsvolle Betriebsstrategien ausgelegt, die maximale Verfügbarkeit ermöglichen. „Gefordert waren anspruchsvolle Fahrweisen bei maximaler Verfügbarkeit. Mit unserem redundanten System und dem Energiemanagementsystem outarky.energy können wir unsere Stärken im Gewerbe- & Industriekundenbereich voll ausspielen. So steht bei Werner Langer eine Speicherlösung, die den Anforderungen produzierender Unternehmen gerecht wird und gleichzeitig Raum für zukünftige Entwicklungen schafft“, erklärt STABL-Projekt Manager Markus Weiss.
Bei der Speichertechnologie entschied sich das Werner Langer bewusst für ein System von STABL. „Das Beeindruckendste ist der Second-Life-Gedanke, dass entweder gebrauchte oder zumindest noch nicht verwendete Autobatterien unseren Strom speichern“, freut sich Knut Langer. Entscheidend waren daher neben der besonderen modularen Multilevel-Wechselrichter vor allem auch eine langfristige und zuverlässige Produktstrategie.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen outarky und STABL für den Kunden Werner Langer beschreibt Roman Luntscher, Key Account Manager B2B bei STABL Energy und direkter Ansprechpartner für outarky, so: „STABL begleitet Projekte über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von den ersten Planungsschritten bis zur Inbetriebnahme und dem laufenden Betrieb. Genau dieses Zusammenspiel aus Technologie, Service und partnerschaftlicher Zusammenarbeit macht den Unterschied.“
Dank des Batteriespeichers erhöht Werner Langer künftig seinen Eigenverbrauch, reduziert Lastspitzen und schafft die Grundlage für eine flexiblere Teilnahme mit Stromtrading am Energiemarkt. Damit zeigt das Projekt exemplarisch, wie Industrieunternehmen ihre Energieversorgung Schritt für Schritt weiterentwickeln können: nicht mit einer einzelnen Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Technologien und Anwendungsfälle. Werner Langer wird so vom klassischen Stromverbraucher zunehmend zum aktiven Teilnehmer am Strommarkt und „formt“ seine Energiezukunft Schritt für Schritt selbst.
Bild- und Videonachweis: DELIGHT FILMS GmbH
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